Föderalismuspreis 2026: Jugend im Rampenlicht

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Die fünf Finalisten des Föderalismuspreises 2026 stehen fest. Die ausgewählten Projekte zeigen, dass die Demokratie und das Miteinander uns alle angehen und dass politische Bildung schon im frühesten Alter beginnt. Ein Überblick.

Der Föderalismus verkörpert im Alltag einen Reichtum und eine Vielfalt, die sich in den fast 50 Bewerbungen für den diesjährigen Föderalismuspreis widerspiegeln. Die Bewerbungen stammen aus allen Landesteilen und decken viele Bereiche von der Kultur über persönliches Engagement für das Gemeinwohl bis zur Wissensvermittlung in Sachen politische Prozesse ab. Die Jury wählte fünf Finalisten aus, die vielleicht das Glück haben werden, den Föderalismuspreis 2026 zu gewinnen. 

Die Finalisten

Bla-Bla VoteDieses Forum der Einwohnenden findet jeweils kurz vor Abstimmungen statt. Dabei stellen die Einwohnerinnen und Einwohner des Lausanner Quartiers Chailly gewählten Politikerinnen und Politikern direkt Fragen zu politischen Vorlagen, über die in Volksabstimmungen entschieden wird. In verständlicher Sprache erläutern die Befragten ihre Standpunkte für oder gegen die oft komplexen Vorlagen. So soll sich jede und jeder eine eigene Meinung bilden können. Das für alle zugängliche Projekt wird von der Stiftung Eben-Hézer Lausanne und dem Maison de Quartier de Chailly organisiert.

CinéCivic: Bei diesem Wettbewerb erstellen junge Menschen selber Inhalte (Filme, Plakate, Podcasts etc.), um Gleichaltrige zu ermutigen, sich am politischen Leben zu beteiligen. Mit dem 2013 von den Kantonen Genf, Bern, Waadt und Wallis ins Leben gerufenen und seit diesem Jahr auch vom Kanton Zürich unterstützten, jährlich vergebenen Preis werden die besten ausgezeichnet. Die Projekte finden sich unter dem Hashtag #cinecivic2026 in den sozialen Netzwerken.

Conférence romande des enfants: Das von Terre des Hommes Schweiz und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände durchgeführte Projekt bietet einen Raum, in dem Kinder als Expertinnen und Experten ihrer Rechte ernst genommen werden. Sie können ihre Anliegen einbringen, mit politischen Verantwortlichen sowie Spezialistinnen und Spezialisten für Menschenrechte diskutieren und konkrete Lösungen vorschlagen. Die Konferenz trägt zur Stärkung einer Kultur des Zusammenlebens und des staatsbürgerlichen Engagements ab dem frühesten Kindesalter bei und folgt damit den Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses.

Ideenbüro Schweiz: «Kinder beraten Kinder» – das Ideenbüro macht Partizipation und Demokratie im Schulalltag erlebbar. Schülerinnen und Schüler beraten andere Kinder bei Herausforderungen, Konflikten oder Ideen und entwickeln gemeinsam Lösungen auf Augenhöhe. So gestalten Kinder ihre Schule aktiv mit, übernehmen Verantwortung und erleben, dass ihre Stimme zählt.

Linguissimo: Der Schweizer Schreibwettbewerb des Forum Helveticum richtet sich seit 2008 an junge Menschen aus allen Sprachregionen des Landes. 2025 nahmen 313 Jugendliche aus 18 Kantonen teil. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II schreiben Texte in zwei Landessprachen und arbeiten im Final als zweisprachige Tandems zusammen. Der Final findet als symbolisches Zeichen der gegenseitigen Verständigung jedes Jahr in einer anderen Sprachregion statt.

Der Name des Gewinners wird am 23. Juni 2026 bekannt gegeben. 

Jury aus Politik, Wissenschaft und Unterhaltung 

Die vielsprachige rätoromanische Künstlerin und Schriftstellerin Flurina Badel ist neu zur Jury des Föderalismuspreises gestossen. Sie hat die Nachfolge des ehemaligen Präsidenten des Locarno Film Festival, Marco Solari, angetreten und wirkt nun gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern in der Jury mit: Florence Nater, Neuenburger Staatsrätin und Präsidentin der ch Stiftung, Markus Dieth, Aargauer Regierungsrat und Präsident der KdK, Danielle Gagnaux-Morel, Freiburger Staatskanzlerin, Michael Elsener, Zuger Humorist, sowie Tania Ogay, Professorin für Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Freiburg.

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