
Bühne frei für das Festival aller↔retour am 7. März
- Verständigung und innerer Zusammenhalt
- aller-retour
- ch Reihe
«Ich bin Emma. Ich wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Grenchen geboren. Grenchen ist eine Kleinstadt am Jurasüdfuss mit ca. 10’000 Einwohnern, die meisten davon Uhrmacher.»
Anhand der fiktiven Lebensgeschichte von Emma werden die historischen Ereignisse in der Schweiz des 20. Jahrhunderts erzählt. Ein Jahrhundert, das geprägt war von sozialen Konflikten und den Kriegen in Europa, von denen auch Emmas Familie nicht verschont bleibt. Die Geschichte beleuchtet auch den langsamen Erwerb sozialer Rechte in der Schweiz (bessere Arbeitsbedingungen, das Frauenstimmrecht, das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper …).
Es ist die erste Graphic Novel, die von der ch Reihe gefördert wird, deren Katalog mittlerweile 358 Werke umfasst. «Wir haben uns für dieses Buch entschieden, weil es aus den üblichen Schemata ausbricht, Fiktion und Sachwissen attraktiv kombiniert und dabei das Zeitgeschehen in einer Reihe starker Figurenporträts wiedergibt», erklärt Angelika Salvisberg, Präsidentin der Herausgeberkommission der ch Reihe. Die Texte des Genfer Journalisten und Historikers Éric Burnand wurden von der Illustratorin Fanny Vaucher in Bilder umgesetzt und von Christoph Schuler ins Deutsche übersetzt.
Derzeit werden viele Biografien und Klassiker als Bildromane neu interpretiert. So finden sie ein neues, auch jüngeres Publikum. «Eine der Stärken der ch Reihe liegt in ihrer Fähigkeit, sich an die Themen der jeweiligen Zeit anzupassen», bemerkt Velia Ferracini von der Universität Freiburg, die der ch Reihe ihre Doktorarbeit widmet.