
Bühne frei für das Festival aller↔retour am 7. März
- Verständigung und innerer Zusammenhalt
- aller-retour
- ch Reihe

07.03.2026
Freiburg

Fabio Andina (Lugano, 1972) studierte Filmwissenschaft in San Francisco. Mit seinen Romanen und Erzählungen begeistert er sowohl das Publikum als auch die Fachkritik. Sein unverkennbarer, präziser Stil verleiht der Stille, dem Alltäglichen und der Tessiner Bergwelt eine poetische Stimme und erhebt sie zur Metapher. Neben seinem literarischen Schaffen ist er als Drehbuchautor für Spiel- und Dokumentarfilme tätig. Er lebt zwischen Madonna del Piano und Leontica im Tessin.

Die syrische Autorin und Journalistin Chadia Atassi lebt seit 2012 in Lausanne. Sie hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität Damaskus. Sie schreibt Artikel, Prosa und Kurzgeschichten für zahlreiche bedeutende arabische Zeitungen und Websites wie Diffa Thâlitha, Al-Arabiy al-Jadîd (The New Arab), die in Istanbul veröffentlichte Zeitschrift al-Sawt und al-Quds al-Arabiy.

Flurina Badel ist polyglotte Schriftstellerin und Künstlerin. Nach einer Ausbildung zur Journalistin absolvierte sie den Master of Fine Arts in Basel und studierte am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihr erster Lyrikband «tinnitus tropic» (editionmevinapuorger) wurde mit einem Schweizer Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Badel war unter anderem Stipendiatin bei Wintertuin (2024), bei der Fondation Jan Michalski (2023) und ihr erster Roman «Tschiera» (Chasa Editura Rumantscha) wurde mit dem Bündner Literaturpreis 2025 ausgezeichnet.

Alessia Ballinari (1981) wurde in Bellinzona geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Masterabschluss in Moderner Literatur an der Universität Bologna arbeitete sie bei einer Übersetzungsagentur in Southampton (UK). 2009 zog sie nach Mailand, wo sie einen Master im Verlagswesen absolvierte. Seitdem arbeitet sie auf diesem Gebiet. Derzeit beschäftigt sie sich hauptsächlich mit deutscher Literatur und dem Lektorat von Übersetzungen. Für den Verlag Edizioni Casagrande in Bellinzona hat sie «Hotel der Zuversicht» (IT: «Hotel Bella Speranza») von Michael Fehr übersetzt. Auch arbeitet sie an der italienischen Übersetzung einer Auswahl von Prosatexten von Adelheid Duvanel. Sie liebt Geschichten und verschiedene Stadtviertel und überschreitet gerne Grenzen, insbesondere sprachliche.

Elena Cappellini ist Komparatistin und Übersetzerin. Sie hat mehrere Essais veröffentlicht («Le fantastique», «L’imaginaire photographique», «La pensée de la différence») sowie die Monografie «Corpi in frammenti» (Le Lettere, 2013) über Michel Tournier. Elena Cappellini unterrichtet Literarische Übersetzung an der Scuola di Scrittura Belleville und der Scuola Holden-Feltrinelli. Sie war Finalistin des Prix Stendhal 2017 und hat unter anderem Delphine de Vigan, Leïla Slimani, Simone de Beauvoir, Maria Pourchet, Pierre Lemaitre und Frédéric Dard ins Italienische übersetzt.

Deborah Confortini begann 1996 in Italien mit der Übersetzung von Kunstkatalogen aus dem Deutschen und Englischen. Bald darauf siedelte sie in die Schweiz über. 2023 besuchte sie den Literaturübersetzerkurs von Anna Ruchat, übersetzte in diesem Jahr veröffentlichte Erzählungen von Hermann Burger und arbeitete an der Übersetzung eines Kinderbuchs für den Verlag Gallucci Editore. Im Rahmen eines Mentorats am Übersetzerhaus Looren übersetzte sie 2024 das Buch von Rolf Hermann «Das Leben ist ein Steilhang». Im März 2025 nahm sie auf Einladung von «Climate Fiction Days» in Pistoia an einer Podiumsdiskussion über literarische Übersetzungen teil. Im September des gleichen Jahres nahm sie am Festival «Lettere dalla Svizzera alla Valposchiavo» teil, um an einem Übersetzungsprojekt mitzuwirken, das sie im Laufe des nächsten Jahres weiterentwickeln möchte.

Valentin Decoppet ist Übersetzer und Schriftsteller. 2020 schloss er seinen Master in Übersetzung und Kreativem Schreiben an der Hochschule der Künste Bern ab. Er übersetzt aus dem Deutschen und Schweizerdeutschen ins Französische. Im Jahr 2025 veröffentlichte er einen Band mit experimenteller Lyrik («Charmilles») und zwei Übersetzungen («Hôtel Au-Delà» von Noemi Somalvico sowie «La Machine» von Georges Perec und Eugen Helmlé). Decoppet schreibt an der Universität Lausanne eine Dissertation über Eugen Helmlé. Er lebt mit seiner Frau und den drei Kindern in der Nähe von Bern.

Carla Demierre studierte Bildende Kunst in Genf und Kreatives Schreiben in Montreal. Ihre Texte verbinden Poesie und Erzählung, formale Experimente und dokumentarische Aspekte. In ihren Büchern tauchen häufig Frauen, Tonbandgeräte und Geister auf. Sie veröffentlichte unter anderem «L’école de la forêt» (2023), «Mrioir, Mioirr» (2022) und «Qui est là ?» (2020). Im Jahr 2025 schrieb sie ein Porträt über Adelheid Duvanel für die Podcast-Reihe «Les Parleuses». Ihr nächster Roman, «La fille de Mars», wird 2026 bei Éditions Corti erscheinen.

Karin Diemerling hat in Mainz, Hamburg und Florenz Germanistik und Romanistik studiert. Während einer Verlagsausbildung hat sie ihre Leidenschaft fürs Übersetzen entdeckt und überträgt nun seit vielen Jahren italienischsprachige Gegenwartsliteratur und englischsprachige Krimis ins Deutsche, unter anderem von Fabio Andina, Simona Baldelli, Donato Carrisi, Elena Stancanelli, Val McDermid und Jacob Ross. Sie lebt in Hamburg und Winterthur.

Maya Dougoud ist ausserordentliche Professorin an der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HEG-FR) Sie arbeitet zudem als Rechtsberaterin im akademischen Bereich (Fachhochschule Westschweiz in Freiburg) mit den Schwerpunkten IT-Recht, Datenschutz, geistiges Eigentum und öffentliches Recht. An der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HEG-FR) leitet sie mehrere Projekte im Zusammenhang mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Nach ihrem Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg arbeitete sie in einer zweisprachigen Anwaltskanzlei (französisch/deutsch), die auf Wirtschaftsrecht spezialisiert ist, anschliessend bei der Staatsanwaltschaft sowie bei Switch in Zürich. Derzeit leitet sie das Projekt Egalité de Genre et Transformation numériquesowie ein Forschungsprojekt zum Schweizer Unternehmertum. Über ihre Vereine 38,5 und strukturelle engagiert sie sich auch in sozialen Projekten. Ausserdem ist sie Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen (EKF).

Wagdy El Komy, 1980 in Giza, Ägypten, geboren, ist ein ägyptischer Schriftsteller mit anhaltendem Erfolg in der arabischen Welt. 2022 erschienen mit dem historischen Roman «Herr seiner Stadt» über den alexandrinischen Maler Mahmud Said und dem autobiographischen «Buch der Mutter» gleich zwei neue Romane auf Arabisch. Auf Deutsch erschien «Hüter der Tränen», eine kleine Auswahl mit Erzählungen sowie einem Essay des Übersetzers Joël László (Der gesunde Menschenversand). In seinen Texten spiegelt sich die ägyptische Realität in ihren vielen gegensätzlichen Facetten. Wagdy El Komy lebt in der Schweiz.

Isabelle Flükiger (1979) ist eine französischsprachige Schriftstellerin aus Freiburg. Sie ist Autorin von sechs Romanen und einem Kinderbuch. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin hat auch für Filme geschrieben, einen Fotofilm gedreht und an mehreren multidisziplinären Kunstprojekten mitgewirkt. Mit ihren Romanen «Best-seller» (Éditions Faim de siècle, 2011) und «Une Suisse au noir» (Éditions Antipodes, 2025), die auch auf Deutsch erhältlich sind, hat sich die Autorin auf beiden Seiten der Saane einen Namen gemacht.

Ruth Gantert ist Übersetzerin, Redaktorin und Literaturvermittlerin. 2022 gewann sie den internationalen Lyrik-Übersetzungspreis M’illumino d’immenso. Bis 2025 leitete sie das Projekt Viceversa (Jahrbuch und Plattform der Schweizer Literaturen). Sie übersetzt aus dem Französischen, Italienischen und Rätoromanischen, u.a. Werke von Flurina Badel, Marion Fayolle, Anna Felder, Isabelle Flükiger, Jérémie Gindre, Alexandre Lecoultre und Frédéric Pajak.

Rolf Hermann, geboren 1973 in Leuk (VS), gilt als einer der vielfältigsten Autoren der Schweiz. Er studierte Anglistik und Germanistik in Bern und Freiburg, sowie in Iowa (USA). Er schreibt Prosa, Lyrik, Hörspiele, Spokenword-Texte und Theaterstücke. Neben seinen zahlreichen Solo-Auftritten, die ihn durch die Schweiz, aber auch quer durch Europa sowie nach Asien und in die USA geführt haben, tritt er immer wieder in Kollaborationen mit Künstlerkolleg*innen auf (Matto Kämpf, Nadja Stoller, Mathias Schenk, Oli Hartung u.a.) Von 2007 bis 2022 war Rolf Hermann Mitglied der Mundart-Combo Die Gebirgspoeten. Zwischen 2015 und 2019 schrieb und performte er Kurztexte für das Radio SRF. Sein Schaffen wurde verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturpreis der Stadt Biel und zwei Literaturpreisen des Kantons Bern. Er lebt seit 2004 als freischaffender Schriftsteller in Biel/Bienne.

Blaise Hofmann wurde 1978 in Morges geboren und ist Autor von rund fünfzehn Romanen und Erzählungen. Für «Estive» erhielt er 2008 am Festival Les Étonnants voyageurs in Saint-Maloen den Prix Nicolas-Bouvier und 2023 den Literaturpreis des Kantons Waadt. Er ist Kolumnist für verschiedene Westschweizer Medien und schreibt regelmässig Theaterstücke und Jugendbücher, u.a. «Les Mystères du Léman» (La Joie de Lire, 2024). 2023 erschien bei Éditions Zoé sein Buch «Faire paysan» (D: «Die Kuh im Dorf», das ins Deutsche und ins Italienische übersetzt und 2024 als Taschenbuch herausgebracht wurde.

Judith Keller, geboren 1985 in Lachen, studierte Literarisches Schreiben in Biel und Leipzig sowie Deutsch als Fremdsprache in Berlin und Bogotá. Ihr Debüt mit Kurzprosa «Die Fragwürdigen» (Der Gesunde Menschenversand) erhielt einen Anerkennungspreis von Stadt und Kanton Zürich und wurde als Hörspiel von SRF vertont. 2021 erschien ihr experimentelle Roman «Oder?» (Der Gesunde Menschenversand). 2022 das Bild- und Text Buch «Das ramponierte Vertrauen/The battered trust» zusammen mit der Fotografin Nicole Zachmann (Vexer-Verlag). Ihr Roman «Wilde Manöver» (Luchterhand 2023) wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2024 ausgezeichnet. Im September 2024 erschien ihr Band mit Kürzesttexten «Ein Tag für alle» im Verlag der Gesunde Menschenversand. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich.

Joël László (*1982 in Zürich) arbeitet als Übersetzer und schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa. An der Universitätsbibliothek Basel ist er zudem zuständige für den Sonderbestand Bibliotheca Afghanica. Nach «Das Buch vom Verschwinden» von Ibtisam Azem (2023) erscheint 2025 mit «Der Blinde und der Taube» von Ghassan Kanafani seine dritte Romanübersetzung aus dem Arabischen im Lenos Verlag.

Catherine Lovey wurde 1967 im Wallis geboren. Sie studierte Internationale Beziehungen, anschliessend Kriminologie und arbeitete als Journalistin für Printmedien. Bei Éditions Zoé veröffentlichte sie die Werke «L’homme interdit» (2005); «Cinq vivants pour un seul mort» (2008), «Un roman russe et drôle» (2010) und «Monsieur et Madame Rivaz» (2016). Ihr Roman «Histoire de l’homme qui ne voulait pas mourir» (2024) wurde u.a. mit dem Schweizer Literaturpreis 2025 ausgezeichnet.

Sarah Elena Müller bewegt sich fliessend zwischen Literatur, Musik, Forschung und Performance – sie testet, ertastet, birgt und transformiert Erfahrung in verschiedene Erzählformen. 2015 erschien die Erzählung «Fucking God» beim Verlag Büro für Problem. Ihr Debüt Roman «Bild ohne Mädchen» (Limmat Verlag, 2023) wurde vielfach ausgezeichnet und war für den Schweizer Buchpreis sowie den Rauriser Buchpreis nominiert. Seit 2016 tritt sie mit der Spoken Pop Combo «Cruise Ship Misery» auf, mit der sie auch zwei Alben herausgegeben hat. Aktuell arbeitet sie an zwei Folgeromanen und entwirft gemeinsam mit den Illustrator Luca Schenardi den Graphic Novel «Unwell». Seit 2024 arbeitet sie im Team der SNF-Forschungsgruppe «Autofiktion & Bewusstsein».

Der aus dem Wallis stammende Thierry Raboud ist Schriftsteller, Dichter und Literaturkritiker bei der Tageszeitung La Liberté. Seit 2022 ist er Vorsitzender der Jury des Schweizer Literaturpreise, die vom Bundesamt für Kultur verliehen wird. Sein erster Gedichtband «Crever l’écran» (Empreintes, 2019) wurde mit dem Prix Pierrette Micheloud ausgezeichnet. «Terres déclives» (Empreintes, 2022), übersetzt ins Deutsche und ins Italienische, wurde mit dem Prix Tirage Limité/BCU ausgezeichnet. Sein nächstes Buch erscheint im März 2026 bei Editions La Baconnière.

Yves Raeber ist Schauspieler und Literarischer Übersetzer. Er übersetzt Theaterstücke und Prosa, zuletzt den Roman «Grande-Fin» von Romain Buffat, das Sachbuch «Die Kuh im Dorf lassen» von Blaise Hofmann und das Langgedicht Schieflage von Thierry Raboud. Zurzeit arbeitet er an den Romanen «Comme de l’eau dans l’eau» von Myriam Wahli und «Milch Lait Latte Mleko» von Ed Wige. Für «Ruhe sanft» von Thomas Sandoz hat er 2018 vom Kanton Zürich einen Werkbeitrag erhalten, 2019 für «Die Panzerung» von Philippe Rahmy eine Literarische Auszeichnung von der Stadt Zürich.

Matthieu Ruf ist Autor, Tänzer und steht regelmässig auf der Bühne. Er gründete die Cie Matea, um Inszenierungen zu schaffen, die Text, Musik und Bewegung vereinen und bei denen die Zusammenarbeit im Mittelpunkt steht, beispielsweise «Seconde nature» mit der Musikerin Cyrielle Formaz (auch bekannt als Meimuna) und «Les Chaises musicales» mit der Gruppe La Comédie Musicale Improvisée. Er war Gründungsmitglied des Kollektivs AJAR («Vivre près des tilleuls», Flammarion, 2016) und zuvor Wirtschaftsjournalist beim Magazin L’Hebdo. Er veröffentlichte den Roman «Percussions» (éditions de l’Aire, 2016, Prix Georges-Nicole und Prix des libraires du Livre sur les quais), die Kurzgeschichte «Seconde nature» (Paulette éditrice, 2018), das Jugendbuch «Les Mystères de l’IA» (La Joie de lire, 2025, illustré par Rémi Farnos) sowie, gemeinsam mit Anne-Sophie Subilia, Aude Seigne und Daniel Vuataz, den kollektiven Roman «Le Jour des silures» (éditions Zoé, 2023). Sein neustes Buch «Le Héron et son double» erscheint im Frühling 2026.

Noemi Somalvico, 1994 in Solothurn geboren. Ihr Debütroman «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein», vielfach ausgezeichnet, wurde 2025 übersetzt ins Französische. Im Herbst 2023 war sie Stipendiatin des Literarischen Kolloquiums Berlin und im darauffolgenden Jahr erschien der Erzählband: «Das Herz wirft in der Brust keinen Schatten.» Ausgezeichnet mit dem Clemens Brentano Preis und dem Literaturpreis des Kantons Bern. Sie lebt in Bern, von wo aus sie schreibt, singt, sammelt und an der Sprache schraubt.

Claudia Steinitz, geboren in Berlin und nach mehrjährigen Aufenthalten in Zürich und Hamburg dorthin zurückgekehrt, übersetzt sein vielen Jahren Literatur aus dem Französischen. Während der sieben Jahre in der Schweiz hat sie die Vielsprachigkeit geschätzt und verschiedene AutorInnen über den Röstigraben hinweg übersetzt, darunter Catherine Safonoff, Olivier Sillig und Fanny Desarzens. Eine herausfordernde Weitung des Tätigkeitsfeldes waren Übersetzungen von Marie Vieux-Chauvet und Lyonel Trouillot aus Haiti. Als Gegengewicht zur Einsamkeit des Schreibtischs – wobei sie oft und gern im Team übersetzt – hat sie acht Jahre den deutschen Literaturübersetzerverband VdÜ im europäischen Dachverband CEATL vertreten. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins Weltlesebühne, der sich die Sichtbarkeit von Literaturübersetzerinnen und -übersetzern auf die Fahne geschrieben hat.

Renato Weber wurde 1987 als Sohn deutschsprachiger Eltern geboren. Seine Jugend verbrachte er in der Westschweiz und studierte anschliessend französische und italienische Sprach- und Literaturwissenschaft in Basel, Pavia und Neuenburg. Er unterrichtete auf verschiedenen Stufen und war mitverantwortlich für die Zeitschrift Les Lettres et les Arts. Seit zehn Jahren lebt er hauptsächlich vom Übersetzen literarischer und technischer Texte, ergänzt durch Korrekturlesen, Transkreation und die Mitwirkung in Jurys. Neben einer Reihe von Kurztexten hat er sieben Übersetzungen aus dem Italienischen realisiert, darunter «Les Myrtilles du Moléson» von Giovanni Orelli (2020) und «Petit dictionnaire de l’inégalité féminine» von Alice Ceresa (2025).

Roxana Cristina Zaharia wurde in Iaşi, Rumänien, geboren und lebt seit 25 Jahren in Paris. Nach ihrem Studium an der Universität Bukarest (Anglistik und Iranistik) und an der französischen Universität INALCO (Internationale Beziehungen) war sie als Herausgeberin von Bildbänden und Kinder- und Jugendsachbüchern tätig, bevor sie die Leitung der Abteilung für Übersetzungsrechte in verschiedenen Verlagen übernahm. Heute baut sie weiterhin Brücken zwischen den Sprachen: Sie verleiht französischen Werken eine rumänische Stimme und umgekehrt.

Gabriella Zalapì ist bildende Künstlerin mit englischen, italienischen und schweizerischen Wurzeln. Sie studierte an der Hochschule für Kunst und Design in Genf. In ihrer Arbeit lässt sie sich unter anderem von ihrer eigenen Familiengeschichte inspirieren, indem sie Fotos, Archive und Erinnerungen aufgreift und sie in einem überraschenden Spiel zwischen Geschichte und Fiktion arrangiert. «Antonia» (Éditions Zoé, 2019), ihr erster Roman, wurde mit dem Grand Prix de l’héroïne Madame Figaro und dem Prix Bibliomedia ausgezeichnet. In «Willibald» (Éditions Zoé, 2022) schildert Gabriella Zalapì mit präzisem, auf das Wesentliche reduzierten Stil die Höhen und Tiefen eines Mannes, dessen ebenso tragisches wie romanhaftes Leben seine Familie zu Kollateralopfern machte. Ihr jüngster Roman «Ilaria ou la conquête de la désobéissance» (Éditions Zoé, 2024) erzählt von der Odyssee eines Vaters und seiner achtjährigen Tochter auf der Flucht im Italien der 1980er-Jahre. «Ilaria» wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter dem Prix Femina des Lycéens, dem Prix Roman des Étudiants France Culture und dem Prix Blù Jean-Marc Roberts. Gabriella Zalapì lebt in Paris.

Michael Hermann (1971) ist promovierter Geograph und Politikwissenschaftler. Er gehört zu den führenden Meinungsforschern und Politikanalysten der Schweiz. Mit seinem Forschungsinstitut Sotomo vermisst er die Schweizer Politik und untersucht den Wandel der Einstellungen der Schweizer Bevölkerung. Sotomo ist unter anderem verantwortlich für das Wahlbarometer der SRG. Hermann schreibt eine politische Kolumne für die NZZ am Sonntag und unterrichtet am Geographischen Institut der Universität Zürich. Sein letztes Buch heisst «Was die Schweiz zusammenhält. Vier Essays zu Politik und Gesellschaft eines eigentümlichen Lands».

Thierry Steiert ist seit 2016 Stadtpräsident von Freiburg. Der 1963 geborene Jurist war zunächst als Gerichtsschreiber am Bezirksgericht tätig, später als Dienstchef der Kantonspolizei und schliesslich als Generalsekretär der Direktion für Sicherheit und Justiz des Kantons Freiburg. Er wurde 2011 in die Stadtregierung von Freiburg gewählt und ist insbesondere für die Leitung der allgemeinen Verwaltung der Gemeinde und der Bürgergemeinden zuständig. Er vertritt die Stadt Freiburg nach aussen, u.a. im Vorstand des Schweizerischen Städteverbandes. Er ist Präsident des Verwaltungsrats der SINEF SA und der Freiburger Wasser AG. Er ist begeisterter Rennradfahrer und Skitourengeher.

Shqipe Sylejmani wurde 1988 in Prishtina, Kosovo, geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in der Schweiz. Sie studierte Journalismus und Kommunikation in Zürich; als Autorin verbindet sie die Erfahrungen der albanisch-schweizerischen Diaspora mit dem kulturellen Reichtum ihrer Heimat(en) und schlägt so die Brücke zwischen zwei Welten. Nach «Bürde & Segen» und «Würde und Vergebung» legt sie nun mit «Stolz und Widerstand» den dritten Roman um Shote Hoti und ihren Reisen vor.

Nach einem Bachelorstudium an der philosophischen Fakultät der Universität Freiburg promovierte Mara Travella (1993) an der Universität Zürich in italienischer Literatur. Sie ist im Kulturbereich tätig und seit März 2025 künstlerische Leiterin des Casa della Letteratura per la Svizzera italiana. Sie ist Mitglied der Organisationskomitees des internationalen Literaturfestivals Chiassoletteraria, der Tage des Schreibens und Übersetzens Bieler Gespräche, des Festivals aller-retour sowie von CH NETZWERK (2023), dem Verband der Schweizer Literaturfestivals. Zudem ist sie Mitbegründerin der Plattform Luminanza (2020), die sich der italienischsprachigen Dramaturgie der Schweiz widmet.

Anna Allenbach, 1980 in Zürich geboren und im Tessin aufgewachsen, ist Übersetzerin und Künstlerin. Nach Tätigkeiten in der Landwirtschaft und im Theater studierte sie Übersetzung in Zürich und später Visuelle Künste in Zürich und Mailand. Sie übersetzt, um zu lesen – um verborgene Inhalte aufzuspüren und zu verstehen sowie andere Perspektiven zu entdecken. Zu den von ihr übersetzten Autor:innen zählen Peter Bichsel, Anna Kim, X Schneeberger und Noëmi Lerch. Sie lebt und arbeitet in Mendrisio.

Die Schriftstellerin und Wissenschaftlerin Velia Ferracini hat gemeinsam mit dem Illustrator Archibald Gibut-Monzon an der Herausgabe des Gedichtbands «Les Flaques» gearbeitet (erschienen im Juli 2023 bei Éditions des Fleurs, ausgezeichnet mit dem Prix de poésie de l’Académie romande). Neben dieser Gemeinschaftsveröffentlichung erhielt sie 2022 ein Mentoring-Stipendium Littérature Pro des Kantons Wallis, das es ihr ermöglichte, mit dem Walliser Dichter Pierre-André Milhit an ihrem Roman «Lave mes cendres» zu arbeiten, der im Februar 2025 im Verlag Éditions Encre Fraîche erschien. Velia Ferracini absolvierte einen Master of Arts in Romanistik und Geschichte und beschäftigt sich derzeit im Rahmen ihrer Dissertation an der Universität Freiburg mit der Schweizer Literatur, genauer mit der ch Reihe. Ihr erster Artikel, der in einem von Tania Collani und Tatiana Civelli herausgegebenen Werk erschienen ist, befasst sich mit der Übersetzung von «Bambine» von Alice Ceresa. Sie ist in die Kulturszene der Romandie integriert, gehört dem Komitee der SEV (Société des écrivain·e·s valaisan·ne·s) an, war Mitglied mehrerer Literaturjurys (Roman des Romands; Littéra Découverte, der Literaturwettbewerb für Jugendliche der SEV; Choix Goncourt de la Suisse) und schreibt für zahlreiche Medien (Décadrée; Quatrième Mur; La Liberté; L’Année du livre suisse).

Marie Fleury Wullschleger hat an der Freien Universität Berlin in Literaturwissenschaft promoviert. Als Spezialistin für zeitgenössische Literatur ist sie in der Schweizer Literaturszene als Organisatorin und Moderatorin von Literaturveranstaltungen tätig. Seit 2024 ist sie Mitglied der Herausgeberkommission der ch Reihe. Sie unterrichtet zudem Deutsch und Französisch an einer Sekundarschule in Genf.

Raphaëlle Lacord ist Literaturübersetzerin. Zuletzt übersetzte sie Sarah Elena Müllers ersten Roman «L’Enfant hors champ» (Éditions Zoé, 2025). Ihre Übersetzung von «Trois âmes sœurs» von Martina Clavadetscher wurde mit dem Prix Caillé de la traduction 2024 ausgezeichnet und für den Prix Médicis étranger 2023 nominiert. Nebst ihrer Tätigkeit als Übersetzerin wirkte sie an der Herausgabe der «Œuvres complètes» von Gustave Roud mit und engagiert sich für das Projekt Weiter Schreiben Schweiz. Seit 2025 ist sie neben Daniel Vuataz Mitherausgeberin der Schweizer Zeitschrift Viceversa Literatur. Sie lebt in Lausanne.

Camille Logoz lebt im schweizerischen Lausanne und übersetzt Romane, Theaterstücke, Sachbücher, Comics und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Französische. Darüber hinaus arbeitet sie als Regieassistentin, Lehrerin und Literaturvermittlerin, sowie in einem Verlag. Sie ist Vizepräsidentin des A*dS - Autorinnen und Autoren der Schweiz.

Olivier Pitteloud ist Schriftsteller und unterrichtet Französisch und Philosophie am Gymnasium Sainte-Croix in Freiburg. Er integriert übersetzte Werke in seinen Literaturunterricht und reflektiert gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern die Herausforderungen des Übersetzens. Dieses Jahr nimmt er mit der Klasse 3F3 am Festival aller-retour teil, mit der er mehrere Projekte rund um das Thema Übersetzen realisiert hat.

Monica Salvan verfügt über einen interdisziplinären Doktortitel am INALCO, Paris (Fachbereich «Sprachen, Literaturen, Gesellschaften», 2011). Sie hat ein Buch über die Veränderungen der rumänischen Identitätsvorstellungen unter dem Druck der Mobilität («Mobilités et imaginaire identitaire des Roumains dans l’Europe d’après 1989», Peter Lang, Bern, 2014) verfasst. Im gleichen Bereich hat sie eine Ausstellung über Exil und Migration vor und nach 1989 koordiniert, basierend auf Texten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern rumänischer Herkunft, die im Ausland leben und arbeiten. Die Ausstellung «Cadres de mémoire» wurde 2017 erstmals auf dem Festival «4+1 traduire» in Chur gezeigt. Monica Salvan hat zehn Jahre lang französische Sprache und Literatur in der Normandie, Frankreich unterrichtet, wo sie auch an der Veranstaltung des interdisziplinären Festivals «Printemps balkanique» mitwirkte. Im Jahr 2020 hat sie ein CAS in Kulturpolitik an der Universität Basel erhalten. Monica Salvan ist derzeit Ressortleiterin für Internationale Beziehungen am Nationalmuseum für rumänische Literatur in Iași (Rumänien) und Mitglied des Organisationskomitees des Internationalen Literatur- und Übersetzungsfestivals FILIT. Dessen 13. Ausgabe fand im Oktober 2025 statt.

Claudio Spescha wurde 1971 in Chur geboren, mit rätoromanischen Wurzeln in der Surselva. Er hat in Zürich und Montpellier Romanistik und Publizistik studiert und arbeitet als TV-Journalist und Moderator für SRF und RTR. Daneben ist er als Literatur-Übersetzer tätig und überträgt regelmässig rätoromanische Literatur ins Deutsche, unter anderem von Leo Tuor («Cavrein», Limmat 2014) oder jüngst von Jürg Gautschi («Gegenrauch», Edition Bücherlese 2025). Von Gion Mathias Cavelty hat Spescha mehrere Hörspiele ins Rätoromanische übertragen.

Florence Widmer ist stellvertretende Geschäftsleiterin des Übersetzerhauses Looren. Geboren im Vevey, aufgewachsen in Sydney und im Zürcher Oberland, beschäftigen sie Fragen sprachlicher und kultureller Übersetzung seit jeher. Nach dem Studium der Anglistik und der Kunstgeschichte promovierte sie in Komparatistik an der University of Texas at Austin und kam via Cambridge als Lehrbeauftragte für englische Literatur zurück an die Universität Zürich. Im Übersetzerhaus Looren ist sie verantwortlich für Veranstaltungen, Stipendien und das nationale Nachwuchsförderprogramm.



